
Dieses kleine, unauffällige und nachtaktive Nagetier mit den großen schwarzen Augen nistet in den Höhlen alter Bäume und sucht seine Nahrung in den Baumkronen unserer Laubwälder und alten Obstgärten. Doch diese Lebensräume gehen in ganz Luxemburg zurück: alte Bäume werden gefällt, Hochstamm-Obstgärten gerodet, Wälder zersplittert. Sein Verschwinden würde den Untergang eines ganzen Ökosystems bedeuten: Spechte, Eulen, Fledermäuse, Wildkatzen, saproxylische Insekten.
Um diesen Trend umzukehren, setzt sich die Stiftung „Hëllef fir d’Natur“ für die Wiederherstellung der Vielfalt unserer Landschaften ein: Anpflanzung und Pflege von Hochstamm-Obstgärten, Wiederherstellung von Hecken, Erhaltung alter Bäume und Biotopbäume, Schutz von Totholz, Schaffung von Alterungsinseln, Bau von Holzwällen und Holzstapeln sowie die Wiederverbindung von Waldbeständen durch für Waldränder geeignete Laubbaumarten. Diese Maßnahmen kommen dem Grauen Siebenschläfer (Glis glis) ebenso zugute wie Dutzenden anderer Arten, die seinen Lebensraum teilen.
Lasst uns gemeinsam unseren Landschaften ihre natürliche Struktur zurückgeben und dem Grauen Siebenschläfer eine Chance geben, sich zu vermehren. Bilder: Manchmal hält der Grausiebenschläfer seinen Winterschlaf in unseren Nistkästen. Wie Sie auf den Fotos sehen können, haben wir bei der Kontrolle und Reinigung der Nistkästen zwei tief schlafende Grausiebenschläfer gefunden. Der letzte war so gut versteckt, dass wir ihn zusammen mit dem Rest des Nestes herausgenommen hatten. Natürlich haben wir die Siebenschläfer in aller Ruhe weiter schlafen lassen.