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Projekt in Mahitsy–Ambohimanjaka in Madagaskar

Projekt in Mahitsy–Ambohimanjaka, Madagaskar

In der ländlichen Gemeinde Mahitsy–Ambohimanjaka, etwa 60 Kilometer von Antananarivo entfernt, verfügen die lokalen Gemeinschaften über ein seit Generationen überliefertes Know-how in der Zucht von Wildseidenraupen. Diese traditionelle Tätigkeit, die kulturelle Identität und Einkommen schafft, ist heute durch die Verknappung der Maulbeerbäume, die für die Ernährung der Seidenraupen unerlässlich sind, gefährdet.


Gleichzeitig leidet das Gebiet unter einer starken Umweltzerstörung, die durch Bodenerosion, das Verschwinden der Vegetationsdecke und die Schwächung symbolträchtiger Ökosysteme wie dem Andringitra-Massiv und dem heiligen See Mamiomby gekennzeichnet ist.

Der heilige See Mamiomby


Angesichts dieser Herausforderungen schlägt Graine de Vie Madagascar in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren ein integriertes Projekt vor, das darauf abzielt, die Wildseidenindustrie nachhaltig zu unterstützen und gleichzeitig zur schrittweisen Wiederherstellung der Landschaften beizutragen. Dieses Projekt stellt die Gemeinden in den Mittelpunkt des Geschehens und bringt die lokale wirtschaftliche Entwicklung, den Erhalt der natürlichen Ressourcen und die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel in Einklang.

Lageplan der Gemeinde Ambohimanjaka

Karte des Andringitra-Massivs

Das Projekt sieht die Einrichtung von gemeinschaftlichen Maulbeerbaum-Baumschulen vor, die zehn Vereinigungen von Wildseidenzüchtern in der Region Mahitsy-Andringitra versorgen sollen. Die Begünstigten, die bereits Erfahrung in der Seidenraupenzucht haben, zeigten sich sehr motiviert, sich für die Produktion und Pflege der Pflanzen zu engagieren, was eine wesentliche Voraussetzung für die Nachhaltigkeit ihrer Tätigkeit ist.


Der Anbau von Maulbeerbäumen wird die Ernährung der Seidenraupen sichern, die Qualität und Regelmäßigkeit der Produktion verbessern und somit das Einkommen der Haushalte stärken. Über die wirtschaftlichen Auswirkungen hinaus trägt die Anpflanzung von Maulbeerbäumen auch zur Wiederherstellung der Vegetationsdecke, zur Stabilisierung der Böden und zur Bekämpfung der Erosion in einem Kontext zunehmenden Klimadrucks bei.


Eine vor Ort durchgeführte Machbarkeitsanalyse befasste sich auch mit den Möglichkeiten einer ökologischen Wiederherstellung des Andringitra-Massivs und der degradierten Gebiete rund um den Mamiomby-See. Obwohl diese Gebiete von grosser ökologischer Bedeutung sind und für die Gemeinden einen hohen symbolischen Wert haben, zeigt die Studie, dass kurzfristig erhebliche technische und ökologische Hindernisse bestehen. Vor diesem Hintergrund verfolgt das Projekt einen schrittweisen und realistischen Ansatz, wobei sich die ersten Maßnahmen auf die Wildseidenindustrie konzentrieren und gleichzeitig die Grundlagen für eine zukünftige ökologische Wiederherstellung geschaffen werden.


Durch die Unterstützung dieses Projekts tragen die Partner zu einer konkreten und messbaren Initiative bei, die die Autonomie ländlicher Gemeinden stärkt, ein einzigartiges lokales Erbe aufwertet und zum nachhaltigen Schutz der madagassischen Ökosysteme beiträgt.

Die Stiftung Hëllef fir d’Natur lädt Bürger und Unternehmen, die zu diesen Bemühungen zur Wiederaufforstung und wirtschaftlichen Unterstützung Madagaskars beitragen möchten, zu einer Spende ein. Jeder gesammelte Beitrag wird vollständig zur Finanzierung der Baumschulen und der von Graine de Vie durchgeführten Maßnahmen vor Ort verwendet.

Projekt „Graine de Vie“ (Samen des Lebens)

Stiftung Hëllef fi r d’Natur

IBAN LU89 1111 0789 9941 0000

Com: INTER26